Das Große ganz klein darzustellen fasziniert mich von klein auf. Etwas Großes, sei es ein Objekt, oder eine Idee, ist oft schwer zu greifen, manchmal auch schwer zu begreifen. Als Miniatur wird alles übersichtlich und handhabbar. 

In meinen Boxen, Kollagen und Scherenschnitten reduziere ich Objekte, Themen, Gedanken  und Ideen auf Größen die mir neue Betrachtungsweisen erlauben und mich froh machen. 

Die Kästen, im 16. Jahrhundert auch "Wunderkammern" genannt, befriedigen auch den Sammlertrieb. Wozu all die schönen Dinge sammeln, wenn man sie nicht ausstellen kann?

Mein persönlicher Held ist der amerikanische Künstler Josef Cornell (1903 - 1972), dessen Kreationen man heute noch im Museum of Modern Art bewundern kann. Seine Kästen lassen mich staunen und ich entdecke immer wieder etwas Neues darin.

Kästen, Miniatur-Installationen, 3D-Kollagen, Sammelboxen und Guckkästen, wecken die Entdeckerfreude in uns. Wir finde immer neue Details und lassen uns die Geschichten erzählen, die in ihnen stecken. 

Manchmal möchte ich mich in Stickdateien ausdrücken, die ich selber entwerfe, programmiere und dann mit viel Freude sticke. Ein anderes Mal kann ich nicht aufhören meine Gedanken aufzuschreiben. 

 

Ganz egal wie ich mich gerade ausdrucken möchte, hier ist der Ort, an dem ich alles teile und vielleicht hat ja auch noch jemand anderes daran Freude. 

Barbara Balbierz