Wollte man mich für eine Zeitlang loswerden, müsste man mich nur in ein Stoffgeschäft mit viel Zubehör oder einen Bastelladen locken. Je nach Größe des Geschäfts würde ich für Stunden in der jeweils anderen Welt versinken.

Neben den vielen Stoffen fasziniert mich all der Kleinkram. In meiner Kindheit gab es in unserem Viertel noch ein Knopfgeschäft. Meine Mutter besorgte sich dort ihre Knöpfe. Der Laden war winzig und an der Wand hinter der Theke befand sich, über die gesamte Breite und Höhe, ein Schubladenschrank, mit gefühlten hunderten von kleinen Schubladen an deren Front jeweils ein Knopf klebte, der auf den Inhalt hinwies. An der langen Theke konnte man unter einer Glasscheibe weitere unzählige und besonders schöne Knöpfe bewundern, neben goldenen Schnallen, kunstvollen Haken und tausend wunderschönen Kleinigkeiten.

Hätte meine Mutter mich in dem Laden vergessen, mir wäre es für lange Zeit nicht aufgefallen.

Eine meiner ersten gestalteten Boxen war daher eine Miniatur-Nähstube. Sie steht natürlich auf meinem Nähtisch, wo sonst, und ich schaue sie immer wieder gerne an.